am 12. Mai 2026 fand der 75. Vertretertag des VBE im Hotel Aquino statt. Thema der Podiumsdiskussion war "Was macht Schule stark? - Empfehlungen aus der Praxis für die Zukunft.
Pünktlich um 9:00 Uhr begrüßte der Landesvorsitzende die Gäste sowie die Vertreterinnen und Vertreter des VBE Berlin im Seminarraum 3 des Hotels Aquino. Anwesend waren die eingeladenen bildungspolitischen Sprecherinnen und Sprecher der Parteien SPD, CDU, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen: Frau Maja Lasic, Frau Sandra Khalatbari, Frau Franziska Brychcy und Herr Louis Krüger. Ebenfalls zu Gast waren Herr Frank Becker, Vorsitzender der dbb und tarifunion Berlin, sowie Herr Tomi Neckov, Vorsitzender des VBE Bundesverbandes.
Nach dem ehrenden Gedenken an die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder des VBE Berlin gab der Landesvorsitzende eine kurze Einführung in den Ablauf des Tages. Anschließend wurde das Videogrußwort der Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Frau Katharina Günther-Wünsch, gezeigt. Darin sprach sie dem Verband ihre Glückwünsche aus und hob insbesondere die Rolle des VBE Berlin bei der Wiedereinführung der Verbeamtung von Lehrkräften hervor.
Es folgten die Grußworte der bildungspolitischen Sprecherinnen und Sprecher der Fraktionen des Abgeordnetenhauses. Alle gratulierten dem VBE zu seinem 75-jährigen Bestehen und stellten jeweils zwei bis drei bildungspolitische Vorhaben ihrer Parteien vor, die aus Sicht des VBE Berlin zu begrüßen sind.
Frank Becker würdigte die 75-jährige gewerkschaftspolitische Arbeit des VBE Berlin und betonte dessen Bedeutung für die Sicherung der Bildungsqualität in Berlin. Tomi Neckov hob die gute Zusammenarbeit zwischen dem VBE Berlin und dem Bundesverband hervor und unterstrich die wichtige Rolle des Landesverbandes bei der Einführung der Besoldungsstufe A13 für Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer.
Thomas Schenk moderierte die anschließende Podiumsdiskussion zum Thema: „Was macht Schulen stark? Erfahrungen aus der Praxis für die Zukunft“. Auf dem Podium diskutierten Frau Tamara Adamzik, Leiterin der Annedore-Leber-Grundschule, Frau Nana Salzmann, Leiterin der Spreewald-Grundschule, sowie Frau Dr. Karoline Koeppen, Schulpsychologin vom SIBUZ 07.
Die Schulleiterinnen waren sich einig, dass eine umsichtige Schulleitung ebenso entscheidend für den Bildungserfolg sei wie qualifizierte und engagierte Lehrkräfte. Darüber hinaus betonten sie die Bedeutung der Einbindung der Schule in den Sozialraum sowie einer kontinuierlichen Elternarbeit. Ebenso wichtig sei die Teilnahme an Förderprogrammen und das Verständnis von Schulentwicklung als fortlaufendem Prozess. Frau Dr. Koeppen schloss sich diesen Einschätzungen an und hob insbesondere die Bedeutung einer qualifizierten Ausbildung angehender Lehrkräfte hervor. Einigkeit bestand zudem darin, dass in Berlin dringend wieder Vorklassen eingeführt werden sollten.
Im Anschluss ehrte der Landesvorsitzende die anwesenden Jubilarinnen für ihre 40- beziehungsweise 50-jährige Mitgliedschaft im VBE Berlin.
Nach der einstündigen Mittagspause begann unter Leitung des Tagungspräsidiums – bestehend aus Herrn Hagen Keffel, Frau Brigitte Dietrich und Frau Heike Koch – der interne Teil der Veranstaltung. Der Landesvorsitzende stellte seinen Tätigkeitsbericht vor, die Schatzmeisterin Frau Anna Maria Althelmig präsentierte den Jahresabschluss für das Jahr 2025. Nach einer kurzen Aussprache beantragten die Kassenprüfer die Entlastung des Vorstandes, die einstimmig beschlossen wurde. Anschließend stellte die Schatzmeisterin die Haushaltsplanung für 2026 vor, die nach kurzer Diskussion vom Vertretertag gebilligt wurde.
Im weiteren Verlauf wurde Thomas Schenk einstimmig zum stellvertretenden Vorsitzenden des VBE gewählt. Die Wahl war notwendig geworden, nachdem Herr Stefan Werner im Laufe des Jahres von diesem Amt zurückgetreten war.
Die Resolution wurde nach intensiver Debatte zur weiteren Konkretisierung an den Hauptvorstand überwiesen, den der Vertretertag mit der Ausformulierung beauftragte.
Es folgte die Abstimmung über zahlreiche Anträge, von denen einige kontrovers diskutiert wurden. Gegen 16:30 Uhr schloss der Landesvorsitzende den 75. ordentlichen Vertretertag mit einem Schlusswort.