Der VBE Berlin würdigt, dass die Senatorin Frau Günther-Wünsch den Mut hatte, diese Studie in Auftrag zu geben und ihre wenig erfreulichen Ergebnisse zu veröffentlichen.
Es ist unerträglich, dass Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher in der Schule Gewalt erfahren müssen. Das Problem jedoch zu ignorieren, wie es in Berlin über viele Jahre üblich war, macht es schlimmer nicht besser.
Es wird jetzt darauf ankommen, welche Konsequenzen die Senatorin aus der Studie zieht. Sie hat einen Dreiklang aus Prävention, Intervention und Repression angekündigt. Das allerdings bedarf der Präzisierung und der Bereitstellung von zusätzlichen Mitteln hinsichtlich der Prävention und der Intervention. Mehr Repression ist nur durch gesetzgeberische Maßnahmen möglich. Der VBE wird genau beobachten, welche Maßnahme auf die Ankündigung folgen.
Ein kritischer Blick ist aus unserer Sicht besonders geboten, weil die Stellen für Prävention in den SIBUZ halbiert worden sind. Gleichzeitig ist die Schulpsychologie in vielen Bezirken mit Verwaltungsaufgaben für die Jugendämter überlastet.