Die Bildungsgewerkschaft fordert die Politik zum konsequenten Handeln gegen Deepfake-Pornographie, Identitätsdiebstahl und sexualisierte Gewalt im Internet auf.
Lehrerinnen, Studentinnen und Schülerinnen werden zu Opfern dieser Straftaten und leiden ein Leben lang darunter. Dem VBE-Berlin sind einige Fälle bekannt geworden und es wird befürchtet, dass es sich dabei nur um die Spitze des Eisbergs handelt.
Die Täter sind Mitschüler, Studenten, Kollegen und manchmal auch Eltern. Es gibt zu wenig Handlungsmöglichkeiten um diese Taten, insbesondere im schulischen Kontext, zu ahnden.
Wir fordern keine Verbote von Smartphones und Social Media für Jugendliche, sondern konsequente Medienpädagogik und Präventionsarbeit an Schulen. Es ist kaum nachvollziehbar, dass den SIBUZ die Stunden für Präventionsarbeit gekürzt worden sind.
Auch die Politik muss konsequent handeln. Deepfake-Pornografie ist ein schweres Verbrechen, mit lebenslangen schlimmen Konsequenzen für die Opfer. Deshalb halten wir mit Blick auf die Schwere der Tat und ihre Folgen, ein Strafmaß nicht unter drei Jahren Freiheitsentzug für angemessen. Darüber hinaus müssen die Plattformen, die solche Deepfakes verbreiten und damit teilweise sehr viel Geld verdienen, hohen Schadensersatz leisten.
Der VBE Berlin steht allen Opfern digitaler Gewalt zur Seite.