16. September 2025

VBE-Pressemitteilung

Lehrkräftearbeitszeit

Am Samstag, 13.09., wurden in Berlin 36800 Schulanfängerinnen und Schulanfänger eingeschult.

 

Dies hatte zur Folge, dass ungezählte Grundschullehrkräfte am Samstag arbeiten mussten, ohne dass dies als Mehrarbeit in irgendeiner Weise vergütet wird.

Der Landesvorsitzende des VBE Berlin, Dr. Hanno Rüther, fordert vor diesem Hintergrund: „Wir brauchen endlich eine vollständige Erfassung der Lehrkräftearbeitszeit in Berlin. Es kann nicht sein, dass für Einschulungsfeiern, Klassenfahrten, Elterngespräch usw. Arbeitszeit anfällt, die nirgendwo erfasst und damit auch nicht vergütet wird.“

Auch das Bundesarbeitsministerium hat kürzlich den Anspruch der Lehrkräfte auf Erfassung ihrer Arbeitszeit anerkannt.

Hintergrund ist das geltende sogenannte Deputatsmodell, mit dem nur die Unterrichtszeit erfasst wird. Die sonst zu leistende Arbeit (z. B. Vor- und Nachbereitung des Unterrichts, Pausenaufsichten, Konferenzen) wird pauschal mit dem Gehalt abgegolten. Wenn man von einem tarifvertraglich üblichen Jahresurlaub von 30 Tagen ausgeht und man annimmt, dass die übrigen Ferien zum Überstundenabbau verwendet werden, dann müsste eine Lehrkraft 46 Zeitstunden pro Unterrichtswoche arbeiten.