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06. Juni 2018
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Inklusion in Berlin

Hilferuf von Lehrern und Erziehern an 22 Grundschulen

Endlich wehren sich Lehrer/innen und Erzieher/innen gegen die chaotischen Verhältnisse an Grundschulen.

„Das Angebot der Bildungssenatorin Scheers, eine Bundesinitiative von Bund und Ländern für Brennpunktschulen zu starten, ist die typisch Reaktion, die aber keine Abhilfe in der jetzigen Situation schafft“, sagt Heidrun Quandt, Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Landesverband Berlin. „Die derzeit regierenden Koalitionsparteien postulieren seit Jahren immer neue Grundschulreformen, ohne sie finanziell, personal, sächlich oder räumlich auch nur annähernd  pädagogisch notwendig auszustatten.

Die ideologisch geprägte schnelle Umsetzung der inklusiven Schule ohne eine ausreichende Anzahl von Lehrern und Sonderpädagogen sowie die schnelle Auflösung von Sonderschulen brachten an die Schulen das pädagogische Chaos, unter dem nicht nur die Lehrerschaft leidet, sondern auch die betroffenen Schüler, ob mit oder ohne sonderpädagogischem Förderbedarf.

Eine der größten Fehler war die Abschaffung der Vorklassen, die die Kinder auf die Schule vorbereitete“, beklagt Frau Quandt. „

Die Berliner Schule braucht keinen Arbeitskreis, wenn die Politik nicht weiter weiß. Lehrer und Schüler brauchen sofort Unterstützung, bevor die Bildung in Berlin vollends an die Wand gefahren wird.“