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20. September 2019
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1. Hilfe Kurs mit dem VBE Berlin

Erster Hilfe Kurs erfolgreich verlaufen - nächster Kurs für März 2020 geplant

„Was ist Erste Hilfe? Wie leiste ich diese – und wann spricht man davon, dass dies unterlassen wurde? Was mache ich, wenn ich eine verletzte Person auffinde und zeitgleich die Aufsichtspflicht für eine Gruppe Kinder habe?“

Am Samstag löcherten 18 Lehrer*innen und Erzieher*innen die Dozentin, Frau Büttner, vom ANB – Akademie für Notfallmanagement und Brandschutz GmbH mit ihren Fragen und konfrontierten sie mit Fallbeispielen aus ihrem beruflichen Alltag.

Auf alle erhielten sie geduldig Antwort. Und weil es sich viel besser lernt und einprägt, wenn man selber handelt, wurde viel probiert und geübt. Dabei zeigte sich, dass unsere Dozentin neben ihrem Fachwissen aus 20Jahren Tätigkeit als Ausbilderin auch ein großes schauspielerisches Talent im Gepäck hat.

Den betrunkenen Schaulustigen, der die Ersthelfer*innen bei ihren Maßnahmen stört spielte sie so überzeugend wie die verängstigte beste Freundin, die plötzlich einen Schock erleidet. Der Ausspruch „Vor Angst gestorben“, so erläuterte sie, rühre daher.

Sehenswert und lehrreich war auch ihre Darbietung einer Herzinfarktpatientin, die über plötzlich auftretende Magenschmerzen und Übelkeit klagt. Vielen von uns war nicht klar, dass dies bei Frauen mögliche Hinweise auf einen Infarkt sind. Weitaus verbreiteter war die Kenntnis, dass Männer bei derselben Erkrankung über Schmerzen in Brust oder Schultern klagen. Gemeinsam wurde überlegt, welche Sofortmaßnahmen ergriffen werden können. Dabei kam, bei aller Ernsthaftigkeit des Themas, durch die offenen und netten Teilnehmer*innen auch der Spaß nicht zu kurz. Einprägsame Merksätze bleiben hoffentlich so gut im Gedächtnis, dass wir uns im Notfall an dieser erinnern. Geübt wurde neben der Stabilen Seitenlage auch die Reanimation. Der (nicht mehr ganz so geheime) Tipp, bei der Herzdruckmassage „Stayin alive“ oder „Atemlos“ zu singen, um die Druckfrequenz zu bestimmen sorgte in der Vorstellung für viel Erheiterung. Auch der Umgang mit einem Defibrillator wurde demonstriert.

Dennoch waren sich alle einig: Am besten braucht man all das, was wir nun gelernt oder erinnert haben nie. Es regelmäßig zu üben verschafft im Ernstfall aber Handlungssicherheit. Je schneller die Erste Hilfe einsetzt, desto größer die Chancen, dass sie wirksam ist.

Die Berliner Lehrer*innen sind verpflichtet, ihre Erste Hilfe Kenntnisse alle zwei Jahre aufzufrischen. Die Teilnehmer*innen waren sich am Ende der Veranstaltung einig: Diese Pflichtveranstaltung hat in dieser Gruppe viel Spaß gemacht. Ein jede/r hat dazu gelernt – zum Beispiel, dass es einen „Spritzenschein“ gibt. Hättet ihr das gewusst?

Da wir bereits eine Warteliste haben, wird es im März 2020 eine zweite Auflage geben. Interessierte können sich dafür bereits jetzt vormerken lassen!